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Kaiserreich Mützenband D. Wangoni D.O.A.L
Deutsch-Ost-Afrika Linie
1921
7768 BRT
Blohm & Voss, Hamburg
Am 15. September 1921 trat die Wangoni ihre Jungfernreise über Westafrika nach Südafrika an. Den geplanten Verkehr Rund um Afrika gab es noch nicht; die Dampfer von DOAL und WL liefen entweder über Südafrika bis nach Lourenço Marques oder durch das Mittelmeer und das Rote Meer und dann entlang der afrikanischen Ostküste bis dort, um dann zu wenden und wieder zurückzulaufen.
Im Herbst 1928 wurden die Wangoni und die Ussukuma dem seit 1922 wieder betriebenen Passagierdienst nach Westafrika zugeteilt. Der Einsatz der 7800 BRT großen Schiffe erwies sich nicht als wirtschaftlich und sie kehrten in den Südafrikadienst zurück. Ab Juli 1930 lief jedoch monatlich eines der Schiffe nach den europäischen Häfen noch Freetown, Takoradi, Accra und Lagos an, ehe es die Fahrt nach Südafrika fortsetzte. Die 1934 erfolgende Entflechtung der deutschen Reedereien führte zur Aufgabe der Afrikadienste des Norddeutschen Lloyds und der Hapag. Ab 1934 wurden die Wangoni und die Ussukuma erneut nur zu Häfen an der westafrikanischen Küste eingesetzt; ihr Angebot an Passagierplätzen mit 90 in der I. Klasse und 160 in der Touristenklasse war wesentlich größer als das der zuvor eingesetzten Schiffe der Wahehe-Klasse, die daneben auf einer etwas abweichenden Linienführung eingesetzt wurden. Die Wangoni und ihr Schwesterschiff liefen nun von Hamburg über Antwerpen, Boulogne und Southampton über Madeira, Teneriffa, Las Palmas, Freetown, Takoradi, Accra, Lagos und Victoria nach Douala. Auf der Rückreise wurden Teneriffa und Antwerpen ausgelassen. Am 29. Dezember 1937 brannten in Hamburg die Passagierkabinen der Wangoni weitgehend aus, wurden aber umgehend wieder in Stand gesetzt.
Bei Kriegsausbruch 1939 lief die Wangoni das spanische Vigo an und gab ihre Passagiere an Land. Dort versammelten sich etliche deutsche Schiffe, darunter auch die kleinere Wahehe des Westafrikadienstes und die im Ostküstendienst durch das Mittelmeer eingesetzte Usaramo der DAL. Im Februar 1940 versuchten die Deutschen, sechs der Schiffe aus Vigo in die Heimat zu überführen. In der Nacht vom 9. auf den 10. Februar verließen die Morea (1921 BRT), die Rostock (2542 BRT), die Arucas (3359 BRT), die Orizaba (4354 BRT), die Wahehe (4709 BRT) und die Wangoni Vigo und versuchten durch den Nordatlantik nach Norwegen zu gelangen. Fünf der Schiffe gingen dabei verloren:
bereits am 11. Februar wurde die Rostock durch den französischen Aviso Elan aufgebracht;
am 12. Februar erlitt die Morea das gleiche Schicksal durch den britischen Zerstörer Hasty;
am 21. Februar wurde die Wahehe durch britische Einheiten nahe den Färöern aufgebracht;
am 26. Februar lief die Orizaba vor der nord-norwegischen Küste vor Skjervoy bei Hammerfest auf Grund und ging verloren;
am 3. März versenkte sich die Arucas östlich Island bei schwerer See selbst vor dem herannahenden Kreuzer HMS York; es gab elf Tote;
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Wangoni als einziges der aus Vigo ausgebrochenen Schiffe bereits Deutschland erreicht. Nachdem sie am 28. Februar vor Kristiansand einem Angriff des britischen U-Boots Triton entkommen war, war sie über Kiel am 1. März in ihrem Heimathafen Hamburg angekommen.
Das Schiff wurde von der Kriegsmarine übernommen und im Juni 1940 als Wohnschiff nach Gotenhafen und im September 1941 nach Swinemünde verlegt. Im März und April 1945 wurde es als Verwundeten-Transportschiff bei der Evakuierung von Verwundeten aus Ostpreußen eingesetzt. Bei Kriegsende lag das Schiff in Rendsburg.
Nach Überholung in Hamburg wurde das Schiff am 19. März 1946 an die Sowjetunion übergeben. Als „Chukotka“ (Чукотка) blieb das Schiff bis 1967 im Dienst der sowjetischen Handelsmarine. Als stationäres Schulschiff soll es bis 2007 in Petropawlowsk-Kamtschatski vorhanden gewesen sein.
Shipping to Brasil, Philippinen, Russia, Belarus, Ukraine and Sri Lanka is not possible at the moment.
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